Post-COVID-Syndrom

Im April 2026 veröffentlichen die DGPPN und die DGPM ein gemeinsames Positionspapier zum Post-COVID-Syndrom und zu postinfektiösen Erkrankungen.
Post-COVID-Syndrom:
Interdisziplinäre Versorung sichern, Forschung stärken, Teilhabe verbessern
Das Post-COVID-Syndrom (PCS) ist eine schwerwiegende Erkrankung, die eine differenzierte Diagnostik und multiprofessionelle Versorgung erfordert. DGPPN und DGPM wenden sich gegen die Bagatellisierung dieses komplexen Krankheitsbildes. Sie fordern einen interdisziplinäreren Ansatz in Diagnose, Behandlung und Forschung, um die Versorgung, Teilhabe und Lebensqualität der von PCS betroffenen Menschen nachhaltig zu verbessern.
Durch das PCS ist die medizinische Bedeutung von postinfektiösen Folgeerkrankungen in ihren unterschiedlichen Dimensionen verstärkt in den Fokus der Öffentlichkeit und auch der medizinischen Forschung gekommen. Dies führte zu einem besseren Verständnis möglicher Krankheitsmechanismen und medizinischer Bedarfe, die Gegenstand künftiger gemeinsamer Anstrengungen sein sollten. Insbesondere Beeinträchtigungen der Konzentration, des Gedächtnisses, der Stimmung und des Schlafes als einem der großen Symptomkomplexe waren Gegenstand kontroverser Betrachtungen. Dem gegenüber besteht unter den zwei größten medizinisch-wissenschaftlichen Fachgesellschaften auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit ein breiter Konsens zum Krankheitsverständnis von PCS, zu Empfehlungen für eine verbesserte Versorgung der Betroffenen und zu politischen Forderungen.
Gemeinsames Positionspapier der DGPPN un der DGPM
Post-COVID-Syndrom ungegürzt als sechs seitige PDF lesbar.